Fühl dich frei, deinem Haustier ein zufriedenes Leben zu schenken und fühle seine Dankbarkeit
Tiere schenken uns ihre bedingungslose Liebe
Tiere bauen Brücken der Verbindung zwischen Menschen
Menschen denken - Tiere fühlen
Ein Pfotenschlag, der ein ganzes Leben hält
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Was kommt nach der Angst?

Was kommt nach der Angst

Ich liebe fast alle Tiere und hatte immer besonderen Spaß mit Katzen. Beim Anblick von Tierbabys geht mir das Herz auf.

Aber Hunde! Ich hatte schon als Kind großen Respekt vor Hunden. Aus Respekt wurde panische Angst nachdem Nachbar’s Schäferhund mich angefallen hatte. Ich war nicht schwer verletzt. Ein tiefblauer, aber kleiner Bluterguss am Oberarm. Für ein sensibles Mädchen wie mich, löste dieses Erlebnis ein Trauma aus, das ich so schnell nicht mehr loswerden konnte. Angst, Angst, große Angst.

Leider spüren Hunde Angst schon aus großer Entfernung und laufen direkt auf diejenigen zu, die sich das am wenigsten wünschen. Sie kommen immer zu mir. Auch wenn ich in einer Gruppe unterwegs bin. Und ich wechsle immer panisch die Straßenseite und erstarre, habe Todesangst.

Als Erwachsene lerne ich im Rahmen einer Ausbildung „Tier­kommunikation“. Zum Üben bringt die Trainerin ihre afrikanische Löwenhündin mit. Sie fragt jemand Angst hat. Niemand meldet sich. Mir schlägt das Herz bis zum Halse. „Ich“ kommt es vorsichtig aus meiner Ecke. Ich schäme mich.

Die Trainerin erklärt, dass ihre Kiara eine ganz liebe Hündin ist. Ich starre den riesigen braunen Hund mit weit aufgerissenen Augen an. Mein Herz schlägt in schnellem Rhythmus. Die Angst, sie ist immer noch da.

Die Hündin macht es sich in unserer Mitte gemütlich und macht…

….nichts.

Ich versuche mich zu entspannen. Wir sollen der Hündin Fragen stellen und die Antworten notieren. Tierkommunikation funktioniert wie Telepathie. Die Antwort auf die letzte Frage ist magisch. „Was möchtest Du mir noch sagen, Kiara?“. Die Antwort verändert mein Leben für immer, denn sie lautet: „Es tut uns Hunden auch weh, wenn man Angst vor uns hat, wir Hunde haben euch alle lieb und ich bin ja wirklich ein Hund mit einem guten Herz und hübsch bin ich auch“.

Ich bin so verblüfft, dass ich meine Angst vergesse. Die Worte des Hundes arbeiten in mir. Sie treffen mich mitten ins Herz. Kann das wirklich wahr sein?

Die Erkenntnis sackt langsam immer tiefer. Auch noch am nächsten Tag und am übernächsten.

Wenn mir von nun an Hunde begegnen, formuliere ich liebe Worte in meinem Kopf: „Wie schön, ein Hund – du schaust ja lieb aus“. Und tatsächlich, kein Hund kommt mehr wild auf mich zugelaufen.

Schon kurze Zeit später freue ich mich tatsächlich wenn ich einen Hund treffe. Ich streichle die Hunde meiner Nachbarin und als ich mich mutig genug fühle, gehe ich gemeinsam mit einer Freundin mit Tierheimhunden spazieren. Ich habe Spaß daran.

Ich verbringe nun schon das 3. Jahr gemeinsam mit meinem eigenen Hund und manchmal denke ich, dass alles was mir bisher im Leben gefehlt zu haben scheint – ein Hund war. Ich habe einen Partner fürs Leben gefunden weil ich es geschafft habe meine Angst zu besiegen.

Darauf bin ich unendlich stolz und dem Leben dankbar, dass es mir dabei geholfen hat.